Wolfram Nolte

Erinnerungen

Mit den Begriffen »Gemeinschaffen« und »Commoning«, die vielleicht für manche noch unvertraut klingen, beschreiben wir in dieser Ausgabe eine grundlegende Lebensqualität guten Miteinanders. Bis zuletzt war es dabei eine sprachliche Herausforderung, Worte zu finden, die verständlich sind, um jene Qualität im Alltäglichen sichtbar zu machen und gleichzeitig präzise den Unterschied zu gegenwärtig gesellschaftlich dominierenden Umgangsformen aufzuzeigen.

Dass ich mich dieser Aufgabe hauptverantwortlich im Redaktionskreis gewidmet habe, ist Teil einer mittlerweile achtjährigen Geschichte, die mit Wolfram Nolte begann. Den damaligen Redakteur der Gemeinschaftsrubrik fragte ich nach Tipps für eine geplante Südamerikareise. Er lud mich ein, über meine Erfahrungen in diesem Erdteil zu berichten. Gemeinsam entwickelten wir in unzähligen Feedbackschleifen meinen ersten Oya-Artikel. Ohne Wolframs Hilfs-bereitschaft, Zugewandtheit und Geduld wäre ich heute vielleicht nicht an dem Punkt, über gemeinschaftliches Sein im umfassenden Sinn nachdenken und schreiben zu können. Danke, Wolfram! 
Maria König

Als im Sommer 2016 Susanne und Wolfram Gast bei uns in Berlin waren, kam Wolfram Nolte gerade aus Rügen zurück. Wir erlebten dieses Paar in einer Phase der Zuversicht und des Glücks und es war sehr erkennbar, dass sich hier zwei große Charaktere getroffen haben, um voneinander zu lernen. An diesem Wochenende diskutierten wir oft und gerne. Wolframs klare politische Position dazu Susannes großer Wissensschatz als perfekte Ergänzung, diese Stunden bleiben unvergesslich. Unvergesslich bleiben auch Wolframs Neugier, sein Lachen und seine Offenheit. Wolfram war vielleicht auch ein Finder, für uns war er ein Suchender, deswegen möchten wir sehr gerne ihm ein kleines Gedicht hinterher schicken.
Manchmal
Manchmal, wenn ein Vogel ruft
Oder ein Wind geht in den Zweigen
Oder ein Hund bellt im fernsten Gehöft,

Dann muss ich lange lauschen und schweigen.
Meine Seele flieht zurück,
wo vor tausend von vergessenen Jahren
Der Vogel und der wehende Wind
mir ähnlich und meine Brüder waren.

Meine Seele wird Baum
und ein Tier und ein Wolkenweben.
Verwandelt und fremd kehrt sie zurück
Und fragt mich.
Wie soll ich Antwort geben?

Ulrich und Rita Reinicke

Momentaufnahme – Wolfram und Susanne in Berlin -vertraute Runde in einem idyllischen Café, angeregtes Gespräch – Wolfram freundlich, entspannt wirkt wie eine Insel, in sich ruhend, ganz bei sich, unabhängig vom Äußeren – dennoch durch die umgebenden Wellen harmonisch verbunden mit den Menschen – eine dieser Wellen ist besonders: die Herzlichkeit zwischen Wolfram und Susanne. Lieber Wolfram, hab´eine gute Reise…

Claudia Schulz

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen